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Wortarten erklärt

Alle Wortarten – nach Klassenstufen sortiert. Mit einer Frage zum Erkennen und einem Beispiel.

Klasse 1/2

Die vier Grund-Wortarten

Nomen (Namenwort)

Nomen bezeichnen Menschen, Tiere, Pflanzen, Dinge oder Gefühle. Sie werden immer großgeschrieben.

So erkennst du es: Kann ich "der", "die" oder "das" davorsetzen? Dann ist es ein Nomen.

Beispiel: der Hund · die Schule · das Buch · die Freude

Verb (Tu-Wort)

Verben sagen, was jemand tut oder was geschieht. Sie können in der Zeit verändert werden.

So erkennst du es: Frage: Was tut die Person? Was passiert? – Das Verb verändert sich (ich laufe, du läufst, er lief).

Beispiel: laufen · spielen · lachen · denken

Adjektiv (Wiewort)

Adjektive beschreiben, wie jemand oder etwas ist.

So erkennst du es: Frage: Wie ist es? – Adjektive kann man steigern (groß – größer – am größten).

Beispiel: rot · schnell · freundlich · klein

Artikel (Begleiter)

Artikel stehen vor einem Nomen und begleiten es.

So erkennst du es: Steht das kleine Wort direkt vor einem Nomen und sagt, ob es bestimmt (der) oder unbestimmt (ein) ist? Dann ist es ein Artikel.

Beispiel: der, die, das · ein, eine

Klasse 3

Keine neuen Wortarten – Wiederholung & Vertiefung

Wiederholung

In Klasse 3 werden die vier Grund-Wortarten (Nomen, Verb, Adjektiv, Artikel) wiederholt und sicher angewendet. Neue Wortarten kommen erst in Klasse 4 dazu.

So erkennst du es: Übe die Erkennungsfragen aus Klasse 1/2 an längeren Sätzen.

Beispiel: Der kleine Hund bellt laut. → Nomen: Hund · Verb: bellt · Adjektiv: kleine, laut · Artikel: Der

Klasse 4

Pronomen kommen dazu

Pronomen (Fürwort)

Pronomen stehen anstelle eines Nomens, damit man es nicht ständig wiederholen muss.

So erkennst du es: Kann ich das Wort durch ein Nomen ersetzen? Dann ist es ein Pronomen.

Beispiel: ich, du, er, sie, es, wir, ihr · mein, dein, sein

Klasse 5/6

Alle Wortarten der Sek I

Adverb (Umstandswort)

Adverbien beschreiben Verben, Adjektive oder ganze Sätze genauer – meist nach Ort, Zeit oder Art und Weise.

So erkennst du es: Frage: Wann? Wo? Wie? Warum? – Adverbien kann man NICHT verändern.

Beispiel: heute, gestern, dort, oben, gern, leider

Präposition (Verhältniswort)

Präpositionen zeigen das Verhältnis zwischen Wörtern an – meist Ort, Zeit oder Richtung.

So erkennst du es: Steht das kleine Wort vor einem Nomen oder Pronomen und sagt, wo, wann oder wie? Dann ist es eine Präposition.

Beispiel: auf, unter, in, vor, nach, mit, ohne, durch

Konjunktion (Bindewort)

Konjunktionen verbinden Wörter, Satzteile oder ganze Sätze miteinander.

So erkennst du es: Verbindet das Wort zwei Teile? Kann ich ohne das Wort die Teile nicht sinnvoll verbinden?

Beispiel: und, oder, aber, denn, weil, dass, obwohl

Oberstufe / Gymnasium

Feine Unterscheidungen

Hilfsverb

Hilfsverben helfen, andere Verben in eine Zeitform zu setzen. Es gibt nur drei: haben, sein, werden.

So erkennst du es: Steht das Verb zusammen mit einem anderen Verb (Partizip/Infinitiv), um eine Zeit zu bilden? → Hilfsverb.

Beispiel: Ich habe gelacht. · Sie ist gefahren. · Er wird kommen.

Modalverb

Modalverben drücken aus, wie eine Handlung gemeint ist (müssen, können, dürfen, sollen, wollen, mögen).

So erkennst du es: Sagt das Verb etwas über Möglichkeit, Notwendigkeit oder Wunsch aus? Steht ein zweites Verb im Infinitiv daneben?

Beispiel: Ich kann schwimmen. · Du musst lernen.

Personalpronomen

Personalpronomen stehen für Personen oder Dinge: ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie.

So erkennst du es: Für wen oder was steht das Pronomen? Eine konkrete Person/Sache → Personalpronomen.

Beispiel: Sie liest ein Buch.

Possessivpronomen

Possessivpronomen drücken Besitz aus.

So erkennst du es: Frage: Wessen? – Antwort beginnt mit mein/dein/sein/ihr/unser/euer.

Beispiel: Mein Heft liegt hier.

Reflexivpronomen

Reflexivpronomen beziehen die Handlung auf das Subjekt zurück: mich, dich, sich, uns, euch.

So erkennst du es: Macht das Subjekt etwas mit sich selbst? Dann steht ein Reflexivpronomen dabei.

Beispiel: Er freut sich.

Demonstrativpronomen

Demonstrativpronomen weisen auf etwas hin: dieser, jener, derjenige.

So erkennst du es: Zeigt das Wort besonders deutlich auf jemanden/etwas hin? ("genau dieser hier!")

Beispiel: Dieses Buch finde ich toll.

Relativpronomen

Relativpronomen leiten Relativsätze ein: der, die, das, welcher.

So erkennst du es: Beginnt mit dem Wort ein Nebensatz, der ein Nomen näher erklärt? Steht ein Komma davor?

Beispiel: Das Kind, das dort spielt, lacht.

Interrogativpronomen

Interrogativpronomen sind Fragepronomen: wer, was, welcher, was für ein.

So erkennst du es: Wird mit dem Wort eine Frage nach Personen oder Dingen gestellt?

Beispiel: Wer kommt mit? · Welches Eis möchtest du?

Indefinitpronomen

Indefinitpronomen bezeichnen etwas Unbestimmtes: man, jemand, niemand, etwas, alle, einige.

So erkennst du es: Steht das Wort für eine unbestimmte Menge oder Person?

Beispiel: Jemand hat geklingelt. · Alle sind da.